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Wissenswertes über Motorrad Bremsbeläge

Motorrad Bremsbeläge richtig warten, überholen und richtig einfahren

by zietech21- Auch wenn man es den handtellergroßen Scheiben nicht zutraut: Die Bremse ist eine der wichtigsten technischen Einrichtung am Motorrad, wenn nicht DIE wichtigste. Der perfekte Stillstand kann im Ernstfall Leben retten. Aber jede Bremse funktioniert nur so gut, wie ihr Bremsbelag. Aus diesem Grunde sollte auf die Motorrad Bremsbeläge auch besonders geachtet werden.

Motorrad Bremsbeläge gibt es aus verschiedenen Materialien. Grundsätzlich wird zunächst zwischen organische und Sinterbeläge unterschieden. Organische Beläge bestehen zum größten Teil aus Bindehartz. Diese Bremsbeläge sind verhältnismäßig günstig und verursachen wenig Verschleiß an den Bremsscheiben. Das Bremsverhalten bei diesen Belägen ist sehr weich.

Sintermetallbeläge bestehen vorwiegend aus Metallpulver. Sie „beißen“ ordentlich, was oft als unangenehm starkes Bremsen empfunden wird, jedoch auch weniger Kraftaufwand erfordert. Dafür sprechen sie schneller an als organische Brembeläge (auch und vor allem im kalten Zustand) und reagieren auch bei nasser Fahrbahn zuverlässig.

Auch häufig findet man heute Carbon Bremsbeläge oder RC (beziehungsweise Racing) Bremsbeläge. Diese bestehen hauptsächlich aus einer Kohlenstoffkeramik und wurden primär für den Rennsport entwickelt. Diese bremsen besonders souverän, verlangen vom Fahrer jedoch einiges an Gespür um einen dosierten Bremsvorgang einzuleiten. Denn hierbei bekommt nahezu jeder Millimeter Hebelweg eine eigene Bremsstärke zugesprochen. Im kalten Zustand arbeiten diese Bremsbeläge meist weniger zuverlässig. Aus diesem Grund sind die meisten dieser Bremsbeläge nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Die Bremsbeläge sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ein weiter Hebelweg beim Bremsen kann ein Indiz für Verschleiß sein. Die Bremsbeläge selbst können Sie sich anschauen, ohne schrauben zu müssen. Oft ist ein ungleichmäßiger Verschleiß festzustellen. Dies ist in der Regel auf die Konstruktion der Bremsanlage ansich zurückzuführen, was keinen Grund zur Sorge darstellt. Weist der Bremsbelag neben unregelmäßigem Verschleiß jedoch auch Überhitzungsspuren auf (wie zum Beispiel verbrannte Ränder), kann dies auf einen klemmenden Kolben hinweisen. Dies sollte umgehend überprüft werden. Schauen Sie sich die Bremsbeläge an sehen Sie schnell, ob diese abgefahren sind. Auf den Bremsbelägen ist eine Einkerbung zu sehen. Wenn diese überschritten ist, also nicht mehr zu sehen ist, sollten die Bremsbeläge ausgetauscht werden. Dies ist mit etwas Übung leicht selbst durchzuführen. Unerfahrene „Schrauber“ sollten diese Arbeit jedoch nicht ohne fachmännische Aufsicht durchführen, da sich nicht fachgerecht durchgeführte Arbeiten an den Bremsen fatal auf die Sicherheit auswirken können. Im Zweifel sollten Sie einen Wechsel stets durch eine Fachwerkstatt ausführen lassen. >>> weiterlesen

Quelle: artikel-presse.de